Den Apple Music Style Guide verstehen
Lerne die häufigsten Probleme mit Apple Musics Style Guide kennen, wenn du deine Musik an Apple Music und iTunes lieferst.
Titel, Musik-Metadaten und Artwork-Anforderungen
Apple Music hat sich zu einer der zentralen Musikbibliotheken für Artists entwickelt, mit unvergleichlichem Zugang zu einem globalen Publikum und einer Reihe von Werkzeugen, um Musik wirksam zu präsentieren. Für Artists und Labels ist das Verstehen und Einhalten von Apple Musics Style Guide nicht nur eine Frage der Konsistenz; es ist ein entscheidender Schritt für die erfolgreiche Musikauslieferung auf der Plattform, denn Apple Music ist bei den Musik-Metadaten sehr genau. Dieser Guide nennt dir die Hauptgründe für abgelehnte Lieferungen an Apple Music, und warum dein Release womöglich nicht zu sehen ist.
Die Vorgaben von Apple Musics Style Guide sind manchmal etwas schwer zu lesen, weil sie vergleichsweise technisch sind. Wir zerlegen unten die häufigsten Ablehnungsgründe und geben dir zu jedem Beispiele.

Häufige Probleme mit Titeln und digitalen Musik-Metadaten
Titel und Metadaten sind im Musikvertrieb von höchster Bedeutung, besonders auf Streaming-Plattformen wie Apple Music. Im digitalen Zeitalter ist ein Titel weit mehr als nur der Name eines Tracks, eines Albums oder der Künstlername; er wirkt als Schlüssel-Identifier, über den Hörer Musik im Netz entdecken und mit ihr interagieren. Er ist das Rückgrat der digitalen Musikorganisation und erlaubt es den Plattformen, Tracks wirksam zu kategorisieren und dem richtigen Publikum zu empfehlen, damit du und deine Featured Artists wirklich entdeckt werden. Präzise Titel und Metadaten erleichtern nicht nur die Musikentdeckung und Katalogisierung bei den digitalen Diensten, sondern stellen auch sicher, dass die Werke der Artists korrekt präsentiert werden und ihr Publikum erreichen. Für Artists, die etwas erreichen wollen, ist das genaue Einhalten der Vorgaben für Titel und Metadaten keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Schauen wir uns jetzt an, wie ein Label oder Primary Artist die korrekten Metadaten an Apple liefern sollte.

Ungewöhnliche Groß- und Kleinschreibung ist nicht erlaubt
Titel dürfen nicht komplett in Großbuchstaben, komplett kleingeschrieben oder in zufälliger Schreibung stehen, und das erste und letzte Wort jedes Titels muss immer großgeschrieben sein. Die folgenden Songtitel wären zum Beispiel nicht erlaubt:
―the california almond
―DRIVE
―HeLlO HoW ArE yOu
Die korrekten Versionen dieser Titel sähen so aus:
―The California Almond
―Drive
―Hello How Are You
Zusätzlich verlangt Apple, dass die Titel-Metadaten die folgenden Wörter mit wenigen Ausnahmen immer kleinschreiben: a, an, and, as, but, for, from, nor, of, or, so, the, to und yet.
Wir zitieren:
"Die folgenden Wörter müssen mit wenigen Ausnahmen kleingeschrieben werden:
a, an, and, as, but, for, from, nor, of, or, so, the, to und yet.
Präpositionen mit vier Buchstaben oder weniger (at, by, for, from, in, into, of, off, on, onto, out, over, to, up und with), außer wenn das Wort Teil einer Verbphrase ist oder als andere Wortart gebraucht wird (etwa als Adverb, Adjektiv, Substantiv oder Verb)."
Apple gibt anschließend Beispiele korrekt formatierter Titel:
"In the Still of the Night
(You Make Me Feel Like A) Natural Woman
To Be, or Not to Be
The One and Only
God Willing & the Creek Don't Rise
Some Kind of Trouble
Love: And a Million Other Things
Path: Greatest Hits
I Need a Doctor
Just the Way You Are
Waiting for the End
The Ballad of Mona Lisa
Lost in a Pair of Eyes
I Got The - Single
The Love I’m Searching For
Exceptions For Lowercase Words"

Apple Music erlaubt keine Werbung in Songtiteln
Metadaten, Audio und Cover dürfen keinerlei Werbung enthalten. Die folgenden Dinge sind in Songs und Titeln zum Beispiel verboten:
―Verweise auf andere Plattformen wie Spotify oder andere Streaming-Dienste
―URLs und Website-Links
―Logos
―Daten künftiger Releases
―Suchbegriffe und Keywords
Die Sprache der beschreibenden Metadaten muss stimmen
Jede Sprache, die du wählst, muss die Sprache der Daten des Releases widerspiegeln.
Wenn zum Beispiel der Titel eines Releases auf Englisch ist, die Sprache der Lyrics aber Spanisch, musst du auf Release-Ebene Englisch als Release-Sprache setzen. Die Sprachcodes müssen zur Sprache der Metadaten passen, nicht zum Audio.
Generische Titel sind nicht zugelassen
Grundsätzlich verbietet Unchained Music generische Inhalte und Benennungen, aber es gibt ein paar Vorgaben, die Apple Music ausdrücklich festlegt.
Beim Betiteln von Tracks darfst du nicht:
―Nummerierte Titel wie Track 1, Track 2 etc. verwenden. Titel müssen eigenständig sein.
―Generische Beschreibungen wie ein Genre oder Format verwenden. Trap, Phonk, Electronic und Instrumental wären zum Beispiel alle unzulässig
―Generische Gefühle wie Happy, Sad, Angry, Vibe etc. verwenden

Unnötige Zusatzinformationen bei Versionen
Hier trifft es der Style Guide selbst am besten, also zitieren wir:
"Die Standard- oder Originalversion eines Albums, Tracks oder Musikvideos darf keine zusätzlichen Informationen im Titel enthalten, außer sie sind nötig, um den Inhalt zu identifizieren.
Titel dürfen zum Beispiel nicht enthalten: Exclusive, Limited Edition, Album Version, Original Mix, Tone, Alert Tone, Text Tone, Ringtone, Ringtone Version, E-Release, Digital Only, Digital Download, Digital Single, E-Album, 2 CD Set, With Lyrics, Clips from, Official Music Video, Full Song Video, Full Version, Atmos, Dolby Atmos, lossless, high-resolution audio, high resolution, spatial audio, 24-bit, 192 kHz, 128 kHz oder 96 kHz.
Reiche keine Versionsinformationen im Titel ein, die schon über die Badges von Apple Music oder iTunes abgedeckt sind. Apple Music oder iTunes zeigen für Folgendes ein Badge oder einen Hinweis an, also dürfen Titel nicht enthalten:
―Clean Version
―Explicit Version
―Apple Digital Masters
―Dolby Atmos
―Lossless"
Du darfst deinen Songtitel nicht zensieren
Album- und Songtitel dürfen nicht zensiert werden. Das Folgende wäre zum Beispiel falsch:
―F**k You
―S**t
Apple Music und iTunes zensieren diese Titel automatisch, wenn sie in ihrer Originalschreibung eingereicht werden.

Anforderungen ans Cover-Artwork
Das Artwork spielt eine entscheidende Rolle für die visuelle Identität eines Artists und die Anziehungskraft seiner Musik. Wo die physische Interaktion mit Musik fehlt, ist das Artwork der erste visuelle Kontaktpunkt zwischen Artist und Hörer. Es prägt die Wahrnehmung und kann die Entscheidung eines Hörers, ein Album oder einen Track weiter zu erkunden, erheblich beeinflussen. Außerdem hilft das Artwork, das Werk eines Artists in einem vollen digitalen Raum abzuheben, in dem visuelle Signale der Schlüssel zum Herausstechen sind. Richtig umgesetzt, kann es die Auffindbarkeit verbessern, Professionalität vermitteln und zu einem stimmigen Markenbild beitragen. Die Bedeutung von hochwertigem, überzeugendem und plattformkonformem Artwork kann im digitalen Musikvertrieb deshalb nicht überschätzt werden. Es geht nicht nur um den Klang; die visuelle Repräsentation der Musik spielt eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Artists im digitalen Markt und in der Musikindustrie.

Häufige Probleme mit dem Cover-Artwork
Liefere akkurates Cover-Artwork und meide generische Vorlagen
Jeder Inhalt, der nicht zu Release-Name und -Inhalt passt, riskiert die Ablehnung bei Apple Music und iTunes. Das schließt generische Vorlagen aus Quellen wie Canva ein. Damit dein Cover angenommen wird, erstelle originale visuelle Inhalte, die deine künstlerische Vision für das Release spiegeln.
Vermeide niedrigqualitatives und verpixeltes Artwork
Apple mag es nicht, wenn Artists niedrigqualitatives, unscharfes, schief ausgerichtetes oder verpixeltes Artwork einreichen. Ist die Qualität niedrig, wird es womöglich abgelehnt oder versteckt.
Keine URLs, Logos, QR-Codes, Barcodes oder andere Streaming-Dienste
Sorge dafür, dass dein Cover-Artwork genau das ist: Artwork. Es darf keinem Werbezweck dienen, der über das Beschreiben von Release, Artist und Titel hinausgeht. Du darfst nicht auf deine Website oder Social Media verlinken, keine QR-Codes zu einem Linktree oder LinkinBio nutzen und keine Logos anderer Streaming-Dienste zeigen.
Zusätzlich verbietet Apple ausdrücklich Verweise auf das Dateiformat, etwa "high quality", "Atmos", "24-bit", Vinyl, Single, CD oder jede andere Beschreibung. Das schließt Preise ein. "Reduced Price", "Promo Use", "Low Price" und konkrete Beträge wie $9.99 sind unzulässig.
Pornografie und kulturelle Sensibilitäten
Das Artwork darf nicht pornografisch sein und keine Diskriminierung nach Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, nationaler/ethnischer Zugehörigkeit oder anderen Identitäten fördern.
Fehlerbehebung und Klärung bei Nicht-Auslieferung
Unchained Music gibt kein Feedback dazu, ob dein Release bei Apple Music angenommen wurde. Wenn du glaubst, dass dein Release auf Basis dieser Vorgaben versteckt oder nicht ausgeliefert wurde, kontaktiere bitte den Support, damit wir dir helfen können.