Ed Sheeran gewinnt Copyright-Berufung um 'Thinking Out Loud' vs. 'Let's Get It On'
Ed Sheeran setzt sich in der Copyright-Berufung durch: Ein US-Gericht urteilt, dass sein Song 'Thinking Out Loud' Marvin Gayes 'Let's Get It On' nicht verletzt.
Ed Sheeran hat seinen Hit "Thinking Out Loud" erfolgreich gegen eine Copyright-Berufung von Structured Asset Sales (SAS) verteidigt, die behauptete, der Song kopiere Elemente von Marvin Gayes Klassiker "Let's Get It On" von 1973. Der U.S. Court of Appeals bestätigte die Abweisung des Falls durch die Vorinstanz und festigte damit Sheerans juristische Siege über eine Reihe von Copyright-Ansprüchen rund um den Track.
Die juristische Schlacht und der Ausgang der Berufung
Diese Entscheidung markiert Sheerans zweiten großen juristischen Sieg rund um "Thinking Out Loud" und die Vorwürfe, es verletze "Let's Get It On". U.S. District Judge Louis Stanton urteilte zunächst im Mai 2023, dass der Fall keinen Geschworenenprozess rechtfertige, unter Verweis auf das Argument, die fraglichen musikalischen Elemente seien fundamental für die Popmusik. Stanton, der beide Verfahren rund um "Thinking Out Loud" und "Let's Get It On" leitete, betonte, dass die von den Klägern angeführten Akkordfolgen und der harmonische Rhythmus "Allerweltselemente" seien und daher urheberrechtlich nicht schutzfähig.
SAS, gegründet vom Investmentbanker David Pullman, verfolgte die Berufung weiter, nachdem der Nachlass von Ed Townsend, dem Co-Autor von "Let's Get It On", seine Klage im September 2023 zurückgezogen hatte. Die Entscheidung des Berufungsgerichts folgt Richter Stantons Argumentation und hält fest, dass der Schutz dieser musikalischen Elemente die Kreativität zu begrenzen drohte, indem er ein "Monopol über grundlegende musikalische Bausteine" errichten würde.
Sheerans Argument über musikalische 'Bausteine'
Sheerans Verteidigung argumentierte, dass die Akkorde und der harmonische Rhythmus in beiden Songs essenziell und in der Popmusik weit verbreitet sind, und hob hervor, dass die Akkordfolge von "Let's Get It On" bereits in Dutzenden Songs vorkam, bevor Gayes wie Sheerans Tracks erschienen. Die Jury im ursprünglichen Verfahren stimmte zu und wies den Anspruch zurück, dass solche fundamentalen musikalischen Elemente per Copyright monopolisiert werden könnten.
Implikationen für die Musikindustrie
Dieser Fall bringt bedeutende Implikationen für die Musikindustrie und die Artists. Da regelmäßig ähnliche Copyright-Fälle auftauchen, unterstreicht dieses Urteil, wie wichtig die Unterscheidung zwischen schutzfähigen, einzigartigen Elementen und den universell genutzten "Bausteinen" der Musik ist. Könnten grundlegende musikalische Strukturen urheberrechtlich geschützt werden, wären viele Genres kreativ eingeengt, besonders der Pop, der oft auf ähnliche Akkordfolgen und rhythmische Muster baut.
Das größere Bild: Copyright in der Musik heute
Während sich Genres entwickeln und Inspiration aus vergangenen Jahrzehnten ziehen, signalisiert dieses Urteil eine Wende hin zum Schutz künstlerischer Freiheit im Musikschaffen. Die fundamentalen Strukturen der Popmusik zu schützen könnte Artists daran hindern, auf dem Erbe ihrer Vorgänger aufzubauen. Fälle wie Sheerans könnten einen Präzedenzfall setzen und der Branche helfen, sich auf Originalität zu konzentrieren, während Artists gemeinsame musikalische Fundamente ohne Angst vor Klagen nutzen können.